Kinder und Jugendliche in digitalen Lebenswelten – Was Eltern wissen sollten

Kinder und Jugendliche in digitalen Lebenswelten – Was Eltern wissen sollten

Vortrag von Bruno Lux, ehemaliger Leiter der Staatlichen Schulberatungsstelle in Landshut und Experte für soziale Medien.

Die Schulleitung, mit Rektorin Birgit Ferstl und der Elternbeirat der Grundschule Neustadt hatten am 14. Oktober zu einem interessanten und aktuellen Thema eingeladen. Gut 130 interessierte Zuhörer waren in die Aula der Grundschule Neustadt gekommen, um den Vortrag von Bruno Lux zum Thema Digitale Lebenswelten zu hören und sie wurden nicht enttäuscht. Bruno Lux, ein pensionierter Lehrer, der einige Jahre die Schulberatungsstelle in Landshut leitete und ein ausgewiesener Experte für soziale Medien ist, konnte mit vielen Beispielen und überraschenden Details die Besucher schnell begeistern.

Lux hatte zwar eine Präsentation dabei, die an der Leinwand seinen Vortrag unterstützte, es war jedoch hauptsächlich die sachliche Bildsprache, mit der Lux seine Botschaft weitergab. Ein paar Aussagen, wurden durchaus erstaunt aufgenommen. „Internet ist nichts für Kinder!“ lautete eine klare Ansage.

Es muss klar sein, im Internet bewegen sich nicht nur nette Menschen! So haben es zum Beispiel Pädophile ungemein leichter, sich im Internet an Kinder heranzumachen. Sie geben sich als Gleichaltrige aus und versuchen so – ganz spielerisch – an ihre Opfer heranzukommen.

Interessant war auch der Hinweis, dass Kinder zwar erst ab 14 Jahren straffähig sind und für Straftaten zur Verantwortung gezogen werden können, jedoch bereits ab dem 7. Lebensjahr können sie zivilrechtlich mit Schadensersatz belangt werden.

Bruno Lux gab immer wieder den Hinweis, dass im Umgang mit dem Internet nicht Verbote weiterhelfen. Auch darf man nicht nur alleine der Technik den Schutz der Kinder überlassen. Eltern müssen ihren Kindern Hilfe anbieten, denn nur ein fundiertes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern kann schützen. Kinder müssen sich zu ihren Eltern gehen trauen, wenn ihnen etwas „komisch“ vorkommt und nicht aus Angst vor Strafe versuchen, etwas zu verheimlichen.

Letztendlich sind die Eltern ja auch für das, was sich auf den Handy’s der Kinder befindet, verantwortlich. Auch das sollte man sich immer wieder bewusst machen.

Nach gut einer Stunde war der Vortrag zu Ende und Bruno Lux stand noch für Fragen zur Verfügung, was gerne in Anspruch genommen wurde.

Link zur Präsentation von Bruno Lux:

https://my.hidrive.com/lnk/aCHg1L51

Rektorin Birgit Ferst begrüßt die Anwesenden und den Referenten Bruno Lux

Bruno Lux in seinem Element

Martin Beck